DenkWerkstatt St. Lambrecht | 2025

2025 Politik der Altersvorsorge in Europa(Durchführungswege) Das Jahrbuch zur Denkwerkstatt St. Lambrecht 2025

Inhaltsverzeichnis Programm derVeranstaltung 3 Die Denkwerkstatt 8 Denkwerkstatt 2.0 12 PRÄSENTATIONEN Luca Gligo 23 Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder investieren ... Michaela Plank, Gerhard Navara 60 Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024 Josef Wöss 114 PENSIONEN AUSBLICK – AKTUELLER STAND Josef Zechner 140 Analyse des österreichischen Pensionskassensystems im Vergleich ... IMPRESSIONEN |VIDEOS 173

18:00 Uhr Tagungseröffnung Vernissage und Vorstellung des Jahrgangsbildes Birgit und Peter Kainz METAMensch – Was macht Menschen zu Menschen? 19:30 Uhr LAMBRECHTER DISKURSE Open Minds – Flexibilität & Agilität auf Basis der Core Competence der DenkWerkstatt St. Lambrecht Mag. Günther Schiendl, Präsident der Gesellschaft für Zukunftssicherung und Altersvorsorge – Denkwerkstatt St. Lambrecht Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege) Mittwoch, 1. Oktober 2025 P R O G R A M M

09:00 Uhr Begrüßung Mag. Günther Schiendl, Präsident der Gesellschaft für Zukunftssicherung und Altersvorsorge – Denkwerkstatt St. Lambrecht 09:15 Uhr Vortrag Alter – Angst und Sicherheit als Generationenthema Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Universität Wien 10:00 Uhr Vortrag Wie würde meine Generation „Z“ die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen Luca Gligo, Student der Wirtschaftswissenschaften Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege) Donnerstag, 2. Oktober 2025 P R O G R A M M

P R O G R A M M 11:00 Uhr Diskurs Finanzwirtschaft als Säule der Optimierung der Vorsorgesysteme Mag. Michaela Plank, Mercer (Austria) GmbH Mag. Christian Ramberger, smn INVESTMENT SERVICES GMBH Mag. Martin Scheiber, Bank Gutmann AG Mag. Beate Wolf, APK Gruppe Mag. Thomas Wondrak, konsequent wondrak Mag. Thomas Zimmerl, UBS Asset Management im Gespräch mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege) Donnerstag, 2. Oktober 2025

14:00 Uhr Vortrag Mercer CFA Institute Global Pension Index 2025 – Kernaussagen, Handlungsempfehlungen und Zukunftsaussichten – eine differenzierte Analyse Mag. Michaela Plank und Gerhard Navara, MBA , Mercer (Austria) GmbH 15:30 Uhr Vortrag Analyse des österreichischen Pensionskassensystems im Europäischen und internationalenVergleich –Wege in eine nachhaltige Zukunft Univ.-Prof. Dr. Josef Zechner, Wirtschaftsuniversität Wien Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege) Donnerstag, 2. Oktober 2025 P R O G R A M M

P R O G R A M M 18:00 Uhr Kamingespräch Alarmismus oder Prokrastination – wie lange werden wir die Probleme der staatlichen Pensionsausgaben noch negieren (können)? Welche Übergangs- und Umstellungsstrategien gibt es? Bundesrätin Antonia Herunter, BA, ÖVP Dr. Winfried Pinggera, Pensionsversicherungsanstalt ABG.z.NR Mag. Sophie Wotschke, NEOS Dr. Josef Wöss, ehem. Leiter der Sozialpolitischen Abteilung der AK Wien im Gespräch mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege) Donnerstag, 2. Oktober 2025

Die DenkWerkstatt St. Lambrecht ist die interdisziplinäre und durchführungsweg-neutrale Plattform für alle Fragen der sozialen Sicherheit in Österreich. Sozialversicherung und obligatorische sowie fakultative betriebliche Vorsorge sollen sich gemeinsam mit den verschiedenen Instrumenten der Individualvorsorge zu einem Gesamtsystem der sozialen Sicherheit fügen. Seite 8 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

Für die im Rahmen der DenkWerkstatt stattfindenden Vorträge – aber noch wichtiger – für die informellen Diskussionen und bilateralen Gespräche ist es wesentlich, einen sehr neutralen Ort und eine gute Atmosphäre zu haben. Genauso wesentlich wie ein gewisses Zeitkontingent, das dann nicht gewährleistet ist, wenn das Büro nur wenige Minuten entfernt ist. Seite 9 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

Daher findet die DenkWerkstatt seit ihrer Gründung 2008 im Benediktinerstift St. Lambrecht statt und erfreut sich seiter großen Erfolges. Speziell die informellen Gespräche während der Pausen, aber vor allem jene, die zum Tagesausklang geführt werden, sind oftmals sehr produktiv, informativ und anregend. Bei der diesjährigen „Denkwerkstatt St. Lambrecht“ hat sich die junge Generation eindrucksvoll eingebracht und mit Expert*innen und Spitzenmanager*innen auf Augenhöhe diskutiert. Seite 10 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

„Es braucht mehr generationenübergreifenden Diskurs zur (Alters)Vorsorge“ 2025 Seite 11 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

Denkwerkstatt 2.0 Bei der diesjährigen Tagung der Denkwerkstatt im Benediktinerstift im steirischen St. Lambrecht gab Präsident Schiendl als Leitbild aus: ein Mehr an • Interdisziplinarität, • Weltoffenheit • und Lösungs- und Modellansätzen. Seite 12 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

Foto: Tom Thörmer Seite 13 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

„Wir wollen zuhören“, betonte Günther Schiendl, neuer Präsident der „Gesellschaft für Zukunftssicherung und Altersvorsorge – Denkwerkstatt St. Lambrecht“. Die unterschiedlichen Formate, bei denen die Gesellschaft zur Diskussion einlädt, will er in Zukunft noch mehr für die junge Generation öffnen. Foto: Tanzer Seite 14 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

„Die Denkwerkstatt in St. Lambrecht, das Denkforum inWien und die teilweise virtuellen Denkräume sollen verstärkt Plattformen für Diskurs bieten,“ so Schiendl. „Wir wollen mit unterschiedlichen Stakeholdern, und vor allem auch jungen Menschen, über den Beitrag von Institutionen zur Alterssicherung sprechen – finanziell, medizinisch, psychosozial, akademisch und praktisch.“ Seite 15 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

Neu Denken „Es ist höchste Zeit nicht nur bei den Pensionen Reformen zu wagen – auch aus der Fairness der jüngeren Generationen gegenüber“, betonte Antonia Herunter, Mitglied des Bundesrates für die ÖVP Steiermark, als weitere junge Stimme bei der Denkwerkstatt. Sie gab aber auch zu bedenken, dass das Thema Pensionen in ihrer Altersklasse „zu wenig präsent ist“. Seite 16 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

Aus internationaler Erfahrung bestätigte Maria Löwenbrück, Managing Director der luxemburgischen LIONS Company, dass die Generationsprobleme in anderen Ländern ähnlich sind: „Wir müssen die Altersvorsorge neu denken, weil sich auch die Arbeitsmodelle ändern.“ Und weiter: „Über den Generationenansatz könnte man auch sprechen, weil den Pensionierten durch ihre hohe Zahl in Umlagesystemen größeres Gewicht beigemessen wird und den jungen weniger – Diskussionen über Reformansätze oftmals zu kurz kommen, die Jungen aber mit dem System in Zukunft leben müssen.“ Seite 17 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

Bei der diesjährigen Denkwerkstatt St. Lambrecht hat sich die junge Generation eindrucksvoll eingebracht und mit Expert*innen und Spitzenmanager*innen auf Augenhöhe diskutiert. Seite 18 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

In einer Adhoc-Befragung unter seinen Freunden und Studienkolleg*innen an derWU, stellte der 21-jährige Luca Gligo fest, dass sein Umfeld der sogenannten „Generation Z“ praktisch keine Hoffnung in das bestehende staatliche Pensionssystem setzt. Seite 19 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

„DasWort ‚Pension‘ verbinden die meisten mit Unsicherheit. Keiner glaubt, dass die staatliche Pension ausreicht, wenn man nicht daneben spart,“ so derWU-Student vor den über 60Teilnehmern aus der Finanzbranche, Universitäten, Beratern, Jungpolitikerinnen. Sie alle waren traditionellerweise Anfang Oktober im Benediktinerstift St. Lambrecht zusammengekommen, um verschiedene Ansätze und Ansichten zumThemaVorsorge zu diskutieren. Seite 20 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

Doch beim Thema „Zusatzsparen“ eröffnete sich eine weitere Vertrauenslücke der Generation, der zwischen 1995 und 2010 geborenen: „Es gibt auch wenig Grundvertrauen in Institutionen wie Banken, weil uns hier oft die nötige Transparenz fehlt,“ gab Luca Gligo zu bedenken. In seinem Freundeskreis legen die meisten selbst Geld in ETFs, Einzelaktien oder aber auch vielfach Kryptowährung an. „Wir nehmen das Problem der Zusatzvorsorge selbst in die Hand.“ So könne man am besten den eigenen Risikoappetit abbilden,Transparenz gewährleisten und auch Investitionen in Richtung ESG oder Impact steuern. „Dass unser Investment einen Sinn macht, ist vielen in meiner Generation wichtig,“ ergänzte Luca Gligo. Seite 21 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

„Generell würde ich mir aber offenere und ehrlichere lösungsorientierte Diskurse auch von der Politik wünschen,“ so Luca Gligo. „Es braucht eine Plattform, wo alle Generationen zusammenkommen.“ Seite 22 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

PRÄSENTATION Luca Gligo Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen Foto: Tom Thörmer Seite 23 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

Die Frage, wie junge Menschen über Altersvorsorge denken, gewinnt zunehmend an gesellschaftlicher Relevanz. Die Generation Z (Jahrgang 1995 – 2010), also jene, die heute zwischen Schule, Studium und Berufseinstieg steht, blickt auf ein Pensionssystem, das in seiner derzeitigen Form kaum Vertrauen genießt. Demografische Entwicklungen, die steigende Lebenserwartung und der Rückgang der erwerbstätigen Bevölkerung führen dazu, dass das bisherige System des Generationenvertrags an seine Grenzen stößt. Ausgangslage Seite 24 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

Methodisch wurde das Thema über eine qualitative Kurzbefragung im persönlichen Umfeld angegangen. Befragt wurden Freundinnen, Freunde und Studienkolleginnen bzw. -kollegen im Alter zwischen etwa 20 und 25 Jahren. Ziel war es, ein authentisches Stimmungsbild zu erfassen – sowohl zu den allgemeinen Erwartungen an das Pensionssystem als auch zu individuellen Einstellungen gegenüber privater Vorsorge und Investitionen. Die Befragung Seite 25 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

Die Befragung umfasste folgende zentrale Fragen: • Was fällt dir spontan ein, wenn du „Pension“ hörst? • Hast duVertrauen, dass du später eine ausreichende Pension bekommst? • Wie lang wirst du voraussichtlich arbeiten, bis du in Pension gehst? • Investierst du privat? •Wenn ja: aus welchem Grund und worin investierst du? • Zusatz zur staatlichen Pension • Alternative zur staatlichen Pension • Wenn für dich investiert wird:Was wäre dir wichtig, wie es veranlagt wird? Seite 26 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

Die Antworten wurden gesammelt, zusammengefasst und im Rahmen der DenkWerkstatt St. Lambrecht vor Auditorium präsentiert. Ergänzend flossen eigene Beobachtungen und Schlussfolgerungen ein, um die Perspektive der Generation Z nicht nur zu dokumentieren, sondern auch kritisch zu reflektieren. Ziel des Beitrags ist es, dieses Stimmungsbild wiederzugeben, zentrale Muster herauszuarbeiten und daraus abzuleiten, welche Werte, Investitionspräferenzen und politischen Erwartungen die junge Generation im Kontext der Altersvorsorge prägen. Das Ergebnis Seite 27 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

1. Wahrnehmung und Vertrauen in das Pensionssystem Auswertung / Schlussfolgerung Seite 28 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

1. Wahrnehmung und Vertrauen in das Pensionssystem Das Wort Pension ruft bei vielen jungen Erwachsenen zunächst negative Assoziationen hervor: Unsicherheit, Überlastung, Unfinanzierbarkeit. Die Befragten sehen die staatliche erste Säule als nicht zukunftsfähig. Der Generationenvertrag – also das Prinzip, dass die arbeitende Bevölkerung die Pensionen der Älteren finanziert – „geht nicht mehr auf“. Seite 29 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

1. Wahrnehmung und Vertrauen in das Pensionssystem Der Grund dafür liegt in der demografischen Entwicklung: Immer weniger Erwerbstätige zahlen in das Umlageverfahren ein, während die Zahl der Pensionistinnen und Pensionisten steigt. Hinzu kommt, dass Menschen deutlich länger leben und somit auch länger Pensionsleistungen beziehen. Das Verhältnis zwischen Einzahlern und Beziehern verschiebt sich stetig, wodurch das System zunehmend unter Druck gerät. Seite 30 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

1. Wahrnehmung und Vertrauen in das Pensionssystem Viele junge Menschen gehen daher davon aus, dass sie deutlich länger arbeiten werden – häufig ist von 65 bis 70 Jahren die Rede – und dass sich das staatliche Pensionsniveau weiter verringern wird. Die Generation Z nimmt diesen Trend bewusst wahr und spricht offen über die Fragilität des Systems. Seite 31 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

1. Wahrnehmung und Vertrauen in das Pensionssystem Das Ergebnis derVerhandlungen um die Erhöhung der Pensionen, die im Herbst 2025 geführt wurden, zeigt, dass die Notwendigkeit für Sparmaßnahmen von der Politik bereits erkannt wurde: Pensionen bis 2 500 Euro werden um 2,7 Prozent – also mit der Inflationsrate wertgesichert – erhöht, darüber hinaus gibt es nur einen Fixbetrag. Daran wird sichtbar, dass Einsparungsmaßnahmen bereits vorgenommen werden – und dass weitere Maßnahmen dieser Art künftig wahrscheinlich zunehmen werden. Seite 32 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

2. Eigenverantwortung und privateVorsorge Auswertung / Schlussfolgerung Seite 33 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

2. Eigen- verantwortung und private Vorsorge Vor diesem Hintergrund gewinnt Eigenverantwortung stark an Bedeutung. Das Vertrauen in die Politik und in die langfristige Stabilität der ersten Säule ist gering, weshalb viele junge Menschen beginnen, privat vorzusorgen. Die Befragten nannten dabei vor allem ETFs, Einzelaktien, Kryptowährungen und Edelmetalle als bevorzugte Anlageformen. Seite 34 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

2. Eigen- verantwortung und private Vorsorge Für die meisten stellt diese Form der Vorsorge keinen Luxus, sondern eine Notwendigkeit dar – teils als Ergänzung, teils als Alternative zur staatlichen Pension. Dabei wird besonders darauf Wert gelegt, dass man selbst (mit-) entscheiden kann, wie die Ersparnisse investiert werden und nicht alles fremdbestimmt wird. Seite 35 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

2. Eigen- verantwortung und private Vorsorge Auffällig ist, dass viele Befragte bereits früh begonnen haben, sich mit Geldanlage zu beschäftigen. Einige berichteten, ihre ersten Aktien im Jugendalter gekauft zu haben. Dennoch zeigen sich deutliche Unterschiede im Wissen über Finanzmärkte. Daraus lässt sich ableiten, dass die Vermittlung von „Financial Literacy“ – also grundlegender Finanzbildung – ein fester Bestandteil schulischer und universitärer Ausbildung werden sollte. Seite 36 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

3. Werteorientierung und Nachhaltigkeit als Investmentkriterium Auswertung / Schlussfolgerung Seite 37 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

3. Werte- orientierung und Nachhaltigkeit als Investmentkriterium Die Generation Z verbindet Investieren nicht ausschließlich mit Rendite, sondern auch mit Sinn. Kapital soll nicht nur Erträge erzielen, sondern etwas Positives bewirken. In den Befragungen wurden häufig Begriffe wie Nachhaltigkeit, Transparenz und ethisches Investieren genannt. Besonders wichtig ist der Ausschluss bestimmter Branchen – etwa fossile Energien, Rüstungsindustrie oder Unternehmen, die soziale oder ökologische Missstände verursachen. Stattdessen werden erneuerbare Energien, Umwelttechnologien und soziale Infrastruktur bevorzugt. Seite 38 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

3. Werte- orientierung und Nachhaltigkeit als Investmentkriterium Diese Haltung spiegelt ein Werteverständnis wider, das finanzielle Stabilität und moralische Verantwortung nicht als Gegensätze begreift. Für die Generation Z ist langfristige Rendite nur dort möglich, wo Investitionen mit ökologischer und sozialerVerantwortung einhergehen.Transparente Kommunikation darüber, wohin Kapital fließt, wird als entscheidender Vertrauensfaktor gesehen. Seite 39 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

4. Nichtfinanzielle Zielsetzungen und gesellschaftlicher Impact Auswertung / Schlussfolgerung Seite 40 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

4. Nicht- finanzielle Zielsetzungen und gesellschaftlicher Impact Ein zentraler Gedanke der Generation Z ist, dass Investitionen Wirkung entfalten sollen. Kapitalmärkte und insbesondere institutionelle Anleger wie Pensionsfonds verfügen über die Möglichkeit, gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Seite 41 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

4. Nicht- finanzielle Zielsetzungen und gesellschaftlicher Impact Junge Menschen wünschen sich, dass dieseVerantwortung genutzt wird – durch Investitionen in Bereiche wie erneuerbare Energie, Bildung, soziale Infrastruktur oder nachhaltige Start-ups. Der Begriff Impact wird dabei positiv besetzt: Es geht darum, mit Geld langfristige Veränderungen zu bewirken. Seite 42 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

4. Nicht- finanzielle Zielsetzungen und gesellschaftlicher Impact Zugleich steigt das Bedürfnis, nachvollziehen zu können, wie diese Wirkung entsteht. Performance allein genügt nicht mehr; gefragt sind Informationen über ökologische, soziale und ethische Aspekte vonVeranlagungen. Seite 43 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

5. Individualisierung und Mitbestimmung Auswertung / Schlussfolgerung Seite 44 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

5. Individuali- sierung und Mitbestimmung Aus den Beobachtungen und Diskussionen ergibt sich ein weiterer wichtiger Aspekt: Junge Menschen möchten stärker mitbestimmen, wie ihr Vorsorgekapital angelegt wird. Die Idee einer Individualisierung von Pensionsfondskonten steht für das Bedürfnis,Verantwortung auch in diesem Bereich zu übernehmen. Seite 45 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

5. Individuali- sierung und Mitbestimmung Es wäre denkbar, dass Pensionskassen künftig digitale Plattformen anbieten, über die individuelle Risiko- und Wertepräferenzen gewählt werden können – also etwa nachhaltige oder wachstumsorientierte Portfolios. Solche Ansätze würden die Transparenz erhöhen und die Akzeptanz des Systems deutlich stärken. Seite 46 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

5. Individuali- sierung und Mitbestimmung Diese Überlegung basiert nicht nur auf demWunsch nach Kontrolle, sondern auch auf dem Bedürfnis, finanzielle Entscheidungen den eigenen Überzeugungen anpassen zu können. Individualisierung kann so Vertrauen schaffen, ohne die kollektive Stabilität des Systems zu gefährden. Seite 47 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

6. Reformbedarf und strukturelle Überlegungen Auswertung / Schlussfolgerung Seite 48 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

6. Reformbedarf und strukturelle Überlegungen Aus Sicht der Generation Z ist klar: Der bestehende Generationenvertrag stößt an seine Grenzen. Das Umlageverfahren wird in seiner derzeitigen Form langfristig nicht finanzierbar sein. Österreich gibt heute fast ein Viertel seines gesamten Staatshaushalts für Pensionen aus – ein Anteil, der in Zukunft weiter steigen wird, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Seite 49 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

6. Reformbedarf und strukturelle Überlegungen Um das System langfristig zu stabilisieren, wäre eine Stärkung der zweiten Säule – also der betrieblichen Pensionsvorsorge – ein zentraler Schritt. Derzeit erhalten nur rund 25 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Leistungen aus einer Pensionskasse. Eine Ausweitung dieser Vorsorgeform auf alle Beschäftigten würde nicht nur zur finanziellen Entlastung des Staates beitragen, sondern auch die Eigenverantwortung der Menschen fördern. Seite 50 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

6. Reformbedarf und strukturelle Überlegungen Gleichzeitig braucht es eine offenere gesellschaftliche Diskussion über Prioritäten.Wenn der Staat dauerhaft mehr Mittel in Pensionen lenkt, werden zwangsläufig weniger Ressourcen für Bildung, Forschung oder Zukunftsinvestitionen verfügbar sein. Ein nachhaltiges Pensionssystem muss daher generationengerecht gestaltet werden. Seite 51 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

7. Dialog, Jugendbeteiligung und gesellschaftliche Verantwortung Auswertung / Schlussfolgerung Seite 52 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

7. Dialog, Jugendbeteiligung und gesellschaftliche Verantwortung Neben ökonomischen Aspekten ist die Art des gesellschaftlichen Diskurses entscheidend.Viele junge Menschen wünschen sich einen ehrlichen und lösungsorientierten Umgang mit der Thematik. Der Austausch zwischen Generationen muss intensiviert werden – nicht gegeneinander, sondern miteinander. Seite 53 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

7. Dialog, Jugendbeteiligung und gesellschaftliche Verantwortung Formate wie die diesjährige DenkWerkstatt St. Lambrecht zeigen, dass solche Gespräche möglich sind. Sie sollten als Vorbild dienen, um Plattformen zu schaffen, auf denen die junge Generation regelmäßig mit Expertinnen, Politik und älteren Generationen in Dialog treten kann. Seite 54 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

7. Dialog, Jugendbeteiligung und gesellschaftliche Verantwortung Derzeit existieren Pensionsbeiräte für Seniorinnen und Senioren, jedoch kein vergleichbares Forum für Jugendliche und junge Erwachsene. Ein Jugendbeirat für Altersvorsorge und Zukunftssicherung könnte dazu beitragen, die Perspektiven der nächsten Generation systematisch einzubringen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Seite 55 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

8. Fazit Auswertung / Schlussfolgerung Seite 56 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

8. Fazit Die Generation Z steht einer doppelten Herausforderung gegenüber: Sie zweifelt an der Zukunftsfähigkeit des bestehenden Pensionssystems, zeigt aber zugleich hohe Bereitschaft,Verantwortung zu übernehmen. Misstrauen gegenüber der Politik geht einher mit dem Wunsch nach Eigeninitiative, Transparenz und Sinnhaftigkeit. Seite 57 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

8. Fazit Langfristige Investitionen werden nicht nur als Mittel der Absicherung, sondern auch als Instrument gesellschaftlicher Gestaltung verstanden. Nachhaltigkeit, Individualisierung und Mitbestimmung sind dabei keine Randthemen, sondern Kernanliegen einer Generation, die finanzielle und nichtfinanzielle Ziele vereinen will. Seite 58 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

8. Fazit Um diese Potenziale zu nutzen, braucht es drei Voraussetzungen: erstens – eine strukturelle Reform, die die zweite Säule stärkt und das System entlastet; zweitens – eine verankerte Finanzbildung, die junge Menschen zu kompetenten Entscheidungsträgern macht; und drittens – eine Kultur des offenen Diskurses, die es erlaubt, dass auch die Generation Z gehört wird, wenn über ihre Zukunft gesprochen wird. Seite 59 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Luca Gligo –Wie würde meine Generation Z die Pensionsfondsgelder (langfristig) investieren und welche finanziellen und nichtfinanziellen Beiträge erzielen wollen

PRÄSENTATION Michaela Plank, Gerhard Navara Mercer (Austria) GmbH Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024 Kernaussagen, Handlungsempfehlungen und Zukunftsaussichten – eine differenzierte Analyse Foto: Tom Thörmer Seite 60 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“

Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024 Michaela Plank, Gerhard Navara Mercer (Austria) GmbH St. Lambrecht, 2. Oktober 2025 Kernaussagen, Handlungsempfehlungen und Zukunftsaussichten - eine differenzierte Analyse PPT: © MERCER Seite 61 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Pensionssyteme Alle unterschiedlich, aber jedes einzelne wichtig Insurance Stakeholders Private Assets Public Retirement income systems Employers Pensions Indexation DB DC Governance Lump sums Members 2 PPT: © MERCER Seite 62 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Makrotrends, die die Finanzierung von Pensionen beeinflussen Veränderung Arbeitskräfte Politische Unsicherheiten Inflation Wachsende “Sparlücke” Staatsschulden Individuelle Angebote Steigende Regulierungen Technologien Sich veränderne Wirtschaften ESG Was ist Ruhestand? Finanzierung von Pensionssystemen 3 PPT: © MERCER Seite 63 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

It’s too important to ignore PPT: © MERCER Seite 64 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

“Die Debatte über die Pensionspolitik in den OECD-Ländern hat (nun) von den Reaktionen auf die Pandemie wieder hin zu einem Fokus auf längerfristige strukturelle Fragen gewechselt. Die Frage, wie man mit den Auswirkungen der Bevölkerungsalterung auf die Pensionssysteme umgehen soll, ist wieder in den Mittelpunkt gerückt..” — OECD, 2023 PPT: © MERCER Seite 65 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Die Ausgangslage — das Weltbank-Modell 6 Mehr- Säulen -Approach Säule 0 Eine grundlegende staatliche Versorgung, die ein minimales Schutzniveau bietet Säule 1 Ein öffentliches, verpflichtendes und beitragspflichtiges System, das an das Einkommen gekoppelt ist Säule 2 Einbetriebliches, privates verpflichtendes und vollständig kapitalgedecktes System Säule 3 Ein freiwilliges und vollständig kapitalgedecktes System Säule 4 Finanzielle und nicht-finanzielle Unterstützung außerhalb formeller Pensionsregelungen PPT: © MERCER Seite 66 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024 7 Ausgewählte Länder im Vergleich Niederlande, Island und Dänemark liegen auf den vorderen Plätzen. Die Nordics zeigen alle in Summe ein sehr gutes Ergebnis. Österreich liegt in der Gesamtwertung auf Platz 33, was insbesondere daran liegt, dass das österreichische Pensionssystem großen Aufholbedarf im Thema Nachhaltigkeit hat und hier an letzter Stelle liegt. Land Gesamtergebnis Angemessenheit Nachhaltigkeit Integrität Dänemark # 3 82,0 # 6 81,4 # 2 82,6 # 12 82,1 Deutschland # 20 67,3 # 9 81,1 # 33 45,8 # 27 75,3 Island # 2 83,4 # 7 82,0 # 1 84,3 # 10 84,4 Finnland # 7 75,9 # 13 77,0 # 12 64,2 # 1 90,8 Niederlande # 1 84,8 # 1 86,3 # 4 81,7 # 5 86,8 Norwegen # 8 75,2 # 11 77,2 # 14 63,6 # 2 88,3 Österreich # 33 55,0 # 23 67,2 # 48 22,0 # 29 75,2 Schweden # 10 74,3 # 16 75,2 # 7 73,7 # 30 73,6 Schweiz # 11 72,3 # 22 68,7 # 7 70,5 # 15 80,7 PPT: © MERCER Seite 67 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

The Global Pension Index 2024 … PPT: © MERCER Seite 68 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Neuerungen Index 2024 9 Neues Land Vietnam Aktuelle Daten Wir untersuchen, wie Arbeitgeber, Regierungen und Pensionspläne dazu beitragen können, dass für DC-Berechtigte die besten Ergebnisse erzielt werden können. Schwerpunktkapitel OECD & UN Neue Daten von OECD und UN haben einige Änderungen im Scoring gebracht. In diesem Jahr wurden dem IntegritätsSubindex zwei neue Fragen hinzugefügt, um die wachsende Bedeutung von Cyberrisiken im Finanzdienstleistungssektor und die damit verbundene Notwendigkeit, das öffentliche Vertrauen in diese Branche aufrechtzuerhalten, anzuerkennen. Unterstützung für DC Berechtigte PPT: © MERCER Seite 69 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Größten Veränderungen im Ranking von 2023 bis 2024 10 Land Veränderung Auslöser Mexiko +13.4 Überprüfung des Integritäts-Sub-Index und Erhöhung der Grundrente Frankreich +6.0 Verbessertes Verständnis ihrer Rentenregelungen Chile +5.0 Erhöhte Grundrente und Ersatzquote Kroatien +4.9 Erhöhte Ersatzquote aufgrund neu verfügbarer OECD-Daten Thailand +3.6 Verbessertes Verständnis der angebotenen Benefits Argentinien +3.2 Erhöhte Grundrente Südafrika -4.4 Kürzung der Grundrente in Prozent des Durchschnittslohns (laut OECD-Bericht) PPT: © MERCER Seite 70 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Einige Anmerkungen zur Messung 11 Wir verwenden objektive Daten von internationalen Agenturen und jedem Land. Sie sind vergleichend oder relativ, nicht absolut. Subjektive Elemente (z. B. das Vertrauen der Gemeinschaft) sind wichtig, aber weltweit sehr schwer zu messen Einige wünschenswerte Daten sind nicht für jedes System verfügbar Es werden mehr als 50 Indikatoren verwendet; die Gewichtung ist zwangsläufig subjektiv. Der Index stellt das gesamte "System" dar, nicht was das Individuum erhalten kann oder den besten verfügbaren Pensionsfonds PPT: © MERCER Seite 71 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Die wesentlichsten Fragen 12 Nachhaltigkeit Können die bestehenden Systeme ihre Aufgaben weiterhin erfüllen? 35% Angemessenheit Welche Leistungen werden voraussichtlich gezahlt? 40% PPT: © MERCER Seite 72 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

13 • Mindestpension • Nettoersatzrate • Merkmale der Systemgestaltung • Ersparnisse/Schulden der Haushalte • Wohnungseigentum • Höhe des "Wachstums"-Vermögens Angemessenheit PPT: © MERCER Seite 73 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Österreich #23 67,2 14 Angemessenheit • Mindestpension • Nettoersatzrate • Merkmale der Systemgestaltung • Ersparnisse/Schulden der Haushalte • Wohnungseigentum • Höhe des "Wachstums"-Vermögens 2 Frankreich 84.8 3 Uruguay 84.0 1 Niederlande 86.3 PPT: © MERCER Seite 74 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Nachhaltigkeit 15 • Deckungsgrad der kapitalgedeckten Pensionspläne • Höhe der Pension in % des BIP • Demografische Fragen • Obligatorische Beiträge mit Finanzierung • Erwerbsquote im höheren Lebensalter • Öffentliche Pensionsausgaben/NettoStaatsverschuldung • Reales Wirtschaftswachstum PPT: © MERCER Seite 75 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Nachhaltigkeit 16 • Deckungsgrad der kapitalgedeckten Pensionspläne • Höhe der Pension in % des BIP • Demografische Fragen • Obligatorische Beiträge mit Finanzierung • Erwerbsquote im höheren Lebensalter • Öffentliche Pensionsausgaben/Netto-Staatsverschuldung • Reales Wirtschaftswachstum 2 Dänemark 82,6 3 Israel 82,6 1 Island 84,3 Österreich #48 22,0 PPT: © MERCER Seite 76 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Integrität 17 • Regulierung betrieblicher/privater Pensionspläne • Governance-Anforderungen für Pensionspläne • Schutz der Leistungen der Mitglieder • Kommunikation mit den Mitgliedern • Kosten des Systems PPT: © MERCER Seite 77 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Integrität 18 • Regulierung betrieblicher/privater Pensionspläne • Governance-Anforderungen für Pensionspläne • Schutz der Leistungen der Mitglieder • Kommunikation mit den Mitgliedern • Kosten des Systems 2 Norwegen 88,3 3 Hong Kong 87,5 1 Finnland 90,8 Österreich #29 75,2 PPT: © MERCER Seite 78 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Österreich Das österreichische Altersversorgungssystem besteht aus einem öffentlichen DB-Pensionssystem mit einer einkommensabhängigen Aufstockung für einkommensschwache Pensionisten und freiwilligen betrieblichen/privaten Pensionsplänen. • Einführung eines Mindestzugangsalters, damit die Leistungen aus betrieblichen / privaten Pensionsplänen für die Altersvorsorge erhalten bleiben • Erhöhung des Deckungsgrads der Berechtigten in der betrieblichen Altersversorgung (Kollektivvertrag oder steuerlich wirksame Regelungen) • Anhebung der Mindestunterstützung • Erhöhung der Erwerbsquote im höheren Lebensalter 19 Der Gesamtindexwert für das österreichische System könnte erhöht werden durch: Der österreichische Indexwert stieg marginal von 52,5 im Jahr 2023 auf 53,4 im Jahr 2024, Hauptsächlich aufgrund einer Klarstellung des Verständnisses der Vorschriften. PPT: © MERCER Seite 79 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Niederlande Das niederländische Altersvorsorgesystem besteht aus einer pauschalen staatlichen Rente und quasiverpflichtenden, einkommensabhängigen betrieblichen Pensionsplänen, die an Branchenvereinbarungen gekoppelt sind. • Verringerung des Haushaltsverschuldungsniveaus • Besseren Schutz der bereits erworbenen Ansprüche der Mitglieder • Einführung eines Pflegekredits für die Rente für Personen, die sich um kleine Kinder kümmern 20 Der Gesamtindexwert für das niederländische System könnte durch folgende Maßnahmen erhöht werden: Der niederländische Indexwert sank leicht von 85,0 im Jahr 2023 auf 84,8 im Jahr 2024 aufgrund mehrerer kleineren Faktoren. PPT: © MERCER Seite 80 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Schweiz Das schweizerische Altersvorsorgesystem besteht aus einer einkommensabhängigen staatlichen Rente mit einer Mindestrente, einem obligatorischen beruflichen Vorsorgesystem, bei dem die Beitragssätze mit dem Alter steigen. Die Mehrheit der beruflichen Vorsorgepläne bietet Leistungen über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus. Zusätzlich gibt es freiwillige Pensionspläne, die steuerlich begünstigte Sparmöglichkeiten bieten. • Einführung einer Verpflichtung, dass ein Teil der Altersleistung als laufende Einkommenszahlung bezogen wird • Anhebung des gesetzlichen Rentenalters im Laufe der Zeit entsprechend steigender Lebenserwartungen • Erhöhung der Wohneigentumsquote 21 Der Gesamtindexwert für das schweizerische System könnte durch folgende Maßnahmen erhöht werden: Der Schweizer Indexwert sank leicht von 72,0 im Jahr 2023 auf 71,5 im Jahr 2024, hauptsächlich aufgrund von Rückgängen bei der Grundrente und den Nettorentenersatzraten. PPT: © MERCER Seite 81 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Dänemark Das dänische Altersvorsorgesystem besteht aus einer staatlichen Grundrente, einer einkommensabhängigen ergänzenden Rentenleistung, einem vollständig kapitalgedeckten beitragsorientierten (DC) System, das lebenslange Renten bietet, sowie obligatorischen betrieblichen DC-Systemen. • Einführung von Regelungen zum Schutz der Interessen beider Parteien bei einer Scheidung • Verpflichtung aller Pensionspläne, einen jährlichen Bericht zu erstellen, der allen Mitgliedern zugänglich ist • Einführung einer Verpflichtung, Renteneinkommensprojektionen in den jährlichen Mitgliedsbescheinigung auszuweisen 22 Der Gesamtindexwert für das dänische System könnte durch folgende Maßnahmen erhöht werden: Der dänische Indexwert stieg leicht von 81,3 im Jahr 2023 auf 81,6 im Jahr 2024 aufgrund mehrerer kleineren Adaptierungen PPT: © MERCER Seite 82 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Deutschland Das deutsche Altersvorsorgesystem besteht aus einem einkommensabhängigen Umlageverfahren, das auf der Anzahl der während des Erwerbslebens erworbenen Rentenpunkte basiert, einem einkommensabhängigen Sicherheitsnetz für einkommensschwache Rentner sowie ergänzenden Pensionsplänen, die bei großen Arbeitgebern verbreitet sind. Diese Pläne verfolgen typischerweise entweder einen Rückstellungsansatz mit oder ohne getrennte Vermögenswerte oder einen versicherten Rentenansatz. • Erhöhung der Mindestrente für einkommensschwache Rentner • Erhöhung der Abdeckung von Arbeitnehmern in betrieblichen Pensionsplänen • Erhöhung des Niveaus der kapitalgedeckten Beiträge in privaten Pensionsplänen, wodurch das Vermögensniveau im Zeitverlauf steigt 23 Der Gesamtindexwert für das deutsche System könnte durch folgende Maßnahmen erhöht werden: Der deutsche Indexwert stieg leicht von 66,8 im Jahr 2023 auf 67,3 im Jahr 2024, hauptsächlich aufgrund eines Anstiegs der Nettorentenersatzraten sowie Verbesserungen bei den Haushaltsersparnissen und der Haushaltsverschuldung. PPT: © MERCER Seite 83 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

Gesamtergebnis für 2024 - 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 IND ARG PHL TUR ZAF THA IDN KOR AUT TWN VNM PER JPN BWA ITA BRA MYS CHN POL USA SAU COL ESP HKG KAZ ARE PRT HRV DEU FRA IRL CAN MEX BEL NZL URY CHE GBR SWE CHL NOR FIN AUS SGP ISR DNK ISL NLD 24 PPT: © MERCER Seite 84 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

25 Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024 37 A B+ B C+ C D E Figure 8. Global grades A Brief Review of Each System PPT: © MERCER Seite 85 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

26 Schwerpunktkapitel: DC Pensionspläne Zusammenfassung der wichtigsten Empfehlungen • Der Fokus muss auf der Bereitstellung eines regelmäßigen Einkommens während der Pensionsphase liegen. • Pensionsberechtigte benötigen einen gewissen langfristigen Schutz vor zukünftigen Risiken. • Der kognitive Abbau im höheren Lebensalter muss anerkannt werden. • Es ist eine gewisse Flexibilität bei den zulässigen Leistungen erforderlich. • Pensionspläne müssen eine entscheidende Rolle spielen. • Rentner benötigen Unterstützung, Orientierung und Beratung. PPT: © MERCER Seite 86 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

27 Empfehlungen zur Verbesserung der Pensionen aus beitragsorientierten (DC) und privaten Pensionsplänen (1/4) Der Fokus muss auf der Bereitstellung eines regelmäßigen Einkommens während der Pensionsphase liegen • Betriebliche und private Pensionspläne plus staatliche Renten • Verteilung des Einkommens aus den Erwerbsjahren über die gesamte Lebenszeit • Hauptziel: Einkommenssicherung, nicht nur Vermögensbildung Pensionsberechtigte stehen im Ruhestand vor finanziellen Unsicherheiten über einen unbestimmten, oft jahrzehntelangen Zeitraum Das Pensionssystem muss Schutz bieten gegen: • Inflation • fallende Investmentmärkte • Liquiditätsbedarf • Langlebigkeit • Unsicherheit zukünftiger Gesundheits- und Pflegekosten PPT: © MERCER Seite 87 DENKWERKSTATT | Jahrbuch 2025 | „Politik der Altersvorsorge in Europa (Durchführungswege)“ PRÄSENTATION – Michaela Plank, Gerhard Navara – MERCER AUSTRIA Mercer CFA Institute Global Pension Index 2024

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