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Denkwerkstatt 2020 - virtuell

Denkwerkstatt 2020 - virtuell

„Bewältigung von Knappheit — Bedeutung für Vorsorge“

Die DenkWerkstatt St. Lambrecht 2020 trägt den Titel „Bewältigung von Knappheit — Bedeutung für Vorsorge“. Die aktuelle Situation im Blick, haben wir den Titel entsprechend angepasst, denn das Grundthema „Pflege“ in allen Facetten ist brisant und bildet die Basis für viele Überlegungen. Denn seit vielen Jahren leidet gerade dieser Bereich unter Knappheit. Knappheit an Personal. Knappheit an Plätzen für zu Pflegende. Knappheit an monetären Mitteln.

Gerade diese weltweite Pandemie stößt uns aber auch auf ein Tabuthema, das Thema Triage und damit auf die Grundwerte unserer westlichen Ethik, das Thema Menschenwürde — in welchem Zusammenhang steht der Gleichheitsgrundsatz mit Impfungen gegen COVID 19 und anderen Krankheiten?

Auch das Tabuthema Arbeitslosigkeit und Insolvenz. Denn viele Betroffene sind nicht durch schlechtes Wirtschaften, Dummheit oder Unwissenheit in eine finanziell schwierige Situation geraten. Durch Lockdown, Zukunftsangst und Unsicherheit werden viele Betriebe schließen und Angestellte und Arbeiter entlassen müssen. Welche Kollateralschäden müssen wir hinnehmen? Werden die von der Regierung beschlossenen Wirtschaftshilfen Ausgleich bringen?

In Einzelgesprächen mit namhaften Personen arbeitet Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal einige relevante Themen auf.

Wir stehen vor vielen Entscheidungen: Massentests - ja oder nein? Sind die bereits in Produktion befindlichen und teilweise bereits bezahlten Impfstoffe die Lösung? Die Knappheit an Zeit ist aktuell nirgends so stark spürbar wie beim Thema „COVID-19“. Der Ruf nach evidenzbasierten wissenschaftlichen Entscheidungsgrundlagen ist stark, aber kann Wissenschaft das leisten? Ist es ethisch und politisch vertretbar, wenn Wissenschaft das tut? Welche Wünsche hat man als Wissenschaftler an die Politik?


Das vierte Gespräch / Resümee: Hat sich unser Wertesystem verändert? Kann es sein, dass das Einzige auf das man sich verlassen kann, die Tatsache ist, dass man sich auf nichts verlassen kann? Haben kommende Generationen Chancen in ähnlichem Wohlstand zu leben? Was braucht es, um Folgegenerationen abzusichern?

Antworten auf diese Fragen versucht dieses Gespräch von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal mit Mag. Michaela Plank, Geschäftsführerin, Mercer (Austria) GmbH, Hon.-Prof. Dr. Walter Pöltner, BM a.D., Kommissioneller Leiter des Dachverbands der Sozialversicherungsträger und Mag. Walter Tancsits, NR a.D., Vizepräsident der Gesellschaft für Zukunftssicherung und Altersvorsorge – Denkwerkstatt St. Lambrecht, zu geben.


 
Das dritte Gespräch: Antworten auf diese Fragen versucht dieses Gespräch von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal mit DDr. Florian Stigler, MPH, Allgemeinmediziner und Gesundheitswissenschaftler, zu geben.

 

Das zweite Gespräch führt Professor Mazal mit:

LR Assoz.Prof.in Dr.in Juliane Bogner-Strauß, Mitglied der Steiermärkischen Landesregierung.

 

Das erste Gespräch führt Professor Mazal mit:

Univ. Prof. Dr. med. Dr. theol. Mag. pharm. Matthias Beck, Universität Wien, Forschungsschwerpunkt Medizinethik, Institut für Systematische Theologie, Theologische Ethik.

 

 

Die DenkWerkstatt St. Lambrecht versteht sich als die spezifische Plattform für Grundlagenarbeit und Gespräche zu gesellschaftlichen Entwicklungen mit den Schwerpunkten Planbarkeit und Sicherheit in den Lebensphasen nach dem Berufsleben.

Ziel der DenkWerkstatt ist es daher, zum besseren Verständnis der komplexen ökonomischen und sozio-kulturellen Veränderungsprozesse der Gegenwart beizutragen, und im interdisziplinären Gespräch wissensbasierte Grundlagen für nachhaltige Reformen im Bereich der Alterssicherung zu erarbeiten und den Entscheidungsträgern zur Verfügung zu stellen.

Hervorragende Persönlichkeiten vernetzen ihre Planungen, Erfahrungen, Forschungsergebnisse und Ziele und legen im intensiven Gedankenaustausch ihre Perspektiven dar. Älterwerden als Wachstumsprozess begleitet den Lebensweg der Menschen und formt die Lebensentwürfe. Bildung und Ausbildung als Faktor für die persönlichen Zukunftsperspektiven eröffnet und begleitet die Gespräche in der DenkWerkstatt.